Privatgutachten LMU München 1999/2000

28.10.1999:
"Nach Durchsicht der vorgelegten Videos der Untersu...chung kann die Angabe:" keine Auflagerungen!" nicht nachvollzogen werden. Bereits am 28.10.1999 kamen weiche bewegliche Strukturen innerhalb des Klappenrings zur Darstellung, die im Mindesten einen Verdacht auf eine Endocarditis begründen". "Wegen der auffälligen beweglichen Strukturen innerhalb der Prothese wäre bereits zu diesem Zeitpunkt eine weiterführende klärende Bildgebung in Form einer TEE (=Schluckultraschall) zwingend notwendig gewesen"

18.11.99 -26.11.99:
"Die Sequenz ist ausreichend, um zu belegen, dass die pathologische Veränderung der Aortenwurzel (Abszess) bereits am 18.11.1999 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorgelegen hat.
Zusammen mit dem Befund der positiven Blutkultur für Staph aureus hätte somit im Aufenthalt v. 18.11.-26.11.1999 die Diagnose einer PROTHESENENDOCARDITIS gestellt werden können und müssen und die adäquate Behandlung erfolgen müssen, die in einer dringlichen (d.h. innerhalb von Tagen) operativen Sanierung der von der Endocarditis befallenen Aortenkunstklappe und des Abszesses der Aortenwurzel bestanden hätte".

2.12.99 bis 20.12.99:
"Da zum Zeitpunkt der TEE Untersuchung vom 4.12.99 bereits mehrere pos. Blutkulturen für Staph aureus vorlagen, ist die Diagnose einer ENDOCARDITIS zu diesem Zeitpunkt als gesichert anzusehen. Wäre zu diesem Zeitpunkt eine herzchirurgische Sanierung erfolgt, wäre der Sepsis- und Emboliherd Aortenklappenprothese mit Aortenwurzelabscess entfernt worden und die nachfolgenden Komplikationen der infizierten Kunstklappe mit septischen Embolie und progredienter Sepsis mit Gerinnungsentgleisung und den Komplikationen auf hämodynamischen und neurologischem Gebiet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht aufgetreten"

23.1.2000:
Eine neue Dehiszenz vom Prothesenring zum Mitralring liegt vor, der Abzsess ist bereit transthoracal ersichtlich!!! Der zeitliche Abstand von über 6 Wochen zwischen Schluckultraschall v. 4.12.1999 u. nä Echokontrolle ist völlig INAKZEPTABEL und GROB FEHLERHAFT.
Aufgrund der nicht beherrschbaren progredienten Infektion und zudem RUPTURGEFAHR der AORTENwurzel besteht zu diesem Zeitpunkt die INDIKATION zur DRINGLICH-NOTFALLSMÄSSIGEN (innerhalb 24-72 Stunden) herzchirurgischen Sanierung der Aortenwurzel, was grob fehlerhaft nicht erfolgt ist.

28.1.2000:
"Neben der Dehiszenz des posterioren Prothesenringes (bekannt seit 23.1.2000) ist jetzt eine Dehiszenz auch des anterioren Prothesenringes eingetreten, die Prothese ist somit komplett aus der Verankerung gerissen. Anterior und mehr noch posterior der Prothese stellen sich eindeutige ABSZESSHÖHLEN dar.
Beurteilung : Kompletter Ausriss der Klappenprothese aus dem linksventrikulären Ausflusstrakt. Destruktion der Aortenwurzel mit ausgedehnter Abszesshöhlenbildung.

Aufgrund der progredienten, nicht beherrschbaren Infektion und Rupturgefahr der Aortenwurzel besteht zu diesem Zeitpunkt die INDIKATION zur NOTFALLSMÄSSIGEN herzchirurgischen Sanierung der Aortenwurzel".

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